Vitamin D und Grippe-Welle soll aus akutuellem Anlaß heute das Thema sein. In diesem Blog auch ausnahmsweise mal etwas persönlicher, um meine Erfahrung im eigenen Alltag zu unterstreichen.

vitamin d

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Aber von vorne: Irgendwie war gestern „der Tag des Vitamin D“. Ich habe mir nachmittags „auf Vorrat“ 2 Packungen Dekristol 20.000 i.E. geholt. Diese sind in Deutschland leider verschreibungspflichtig. In anderen Ländern kann man Präparate mit 20.000 i.E. – und viel höhere Konzentrationen- frei kaufen. Warum also solch unsinnige beschränkung, während wirklich Gifte (Schmerzmittel und co) weiterhin frei verkäuflich sind- die Frage stelle ich mir nicht mehr. Zumal man sich in Erinnerung rufen sollte, dass auf orthomolekularer Medizin/ Mikronährstofftherapie oftmals „rumgehackt“ wird – weil bringt ja alles eh nichts. Ja genau….

Nun gut- ich halte eine Vitamin D Therapie für äußerst sinnvoll. Massenhaft Studien belegen mittlerweile zweifelsfrei, dass eine Substitution in unseren Breitengraden gerade im Winter sinnvoll ist. Vitamin D, eigentlich ein Hormon, hat/beeinflusst Funktionen im ganzen Körper. Ein Mangel kann unterschiedlichste Symptome auslösen.
Lesen Sie hier zu gerne meinen voran gegangenen Blog aus dem letzten Frühjahr: https://akupunkturinhamburg.de/vitamin-d-gerade-im-fruehjahr-herrscht-ein-starker-mangel/

blutabnahme, labordiagnostik

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Da ich sehr viel von Prävention halte und gar nicht erst krank werden will, achte ich also auch bei mir selbst auf einen ausreichenden Spiegel. Neueste Studien haben ergeben, dass man ein 21% höheres Alzheimer Risiko bei einem Wert unter 20 ng/ml hat. Auch zum Schutz vor möglichen Zellentartungen (Krebs) spielt Vitamin D eine herausragende Rolle.

Als ich vor 3 Jahren anfing (es ist ein relativ junges wissenschaftliches Thema), mich intensiver mit Vitamin D auseinanderzusetzen lag mein Spiegel bei 24 ng/ml im Blut. Nach meiner mittlerweile gesammelten Erfahrung ist das ein Durchschnittswert hier bei uns. Dieses ist nicht grottenschlecht, aber die von schulmedizinischer Seite empfohlene Marke von 30 ng/ml ist trotzdem unterschritten. Viele Publikationen halten ausserdem einen Wert von mindestens 40 ng/ml, besser noch 50-90 ng/ml als optimal. Da ich da weit von entfernt war, ich mich umfassend in Literatur und auf vielen Fortbildungen informiert habe, was wo, wie, wann Vitamin D alles im Körper bewirkt, was es für Kontraindikationen, und Grenzen gibt und wo Toxidität oder Nebenwirkungen eintreten, war für mich ausser Frage, meinen Wert so schnell wie möglich zu verbessern.

Wann und warum Vitamin D

sonne vitamin d

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Da wir hier in unseren Breitengraden nur zwischen März/April und Oktober über die UVB Strahlung, das Sonnenlicht und unsere Haut aufnehmen können, haben wir durch abgebaute Speicher gerade im Frühjahr einen größer werdenden Mangel. Auch Leber und Niere spielen in unserem Körper bei der Umwandlung zum aktiven Hormon eine Rolle. Natürlich können Krankheiten und Medikamente die Umwandlung behindern. Und ganz wichtig: zu wenig Aufenhalt im Sommer bei hoch stehender Sonne im Freien fördert einen Mangel. Hier ist zu betonen, dass viel freie Hautfläche der Sonne zugänglich sein sollte und alles an Cremes ect. ab LSF 8 die UVB Aufnahme komplett unterbindet!

Ich bin seeeeeehr viel draussen. Ständig auf dem Wasser, creme nur Gesicht oder Schulterpartie oder wenn ich 5,6 Stunden auf dem Wasser bin die Haut mit Sonnenschutz ein. Nach einem Winter mit anfangs 5, später 1-2 Dekristol 20.000 die Woche und die für den Durchschnitt sehr hohe Sonnenexposition meinerseits im Sommer ließen mich hoffen, dass mein Vitamin D Spiegel beachtlich angestiegen sein sollte. Eine erneute Kontrolle im Spätsommer 2016 brachte ein Ergebnis von 37,8 ng/ml. Also ein deutlicher, wünschenswerter Anstieg, aber unter vorgenannten Umständen hätte ich mit noch mehr gerechnet.

Da ich weder Leber noch Nierenerkrankungen habe, ist eine Synthetisierungsstörung ausgeschlosseen. Auch  habe ich keinen Mangel an Magnesium. Ein ausreichender Magnesiumspiegel ist für die Aufnahme von Vitamin D im Darm zuständig. Vitamin D ist widerum für die Aufnahme von Calcium zuständig, Vitamin K für die „vernünftige Verteilung“ dessen im Körper…. und so könnte man den Faden endlos fort spinnen. Es macht also absolut Sinn, seine Werte zu kontrollieren und ggf. Medikamente anzupassen. Immer. bei Jedem! Auch, wenn solche Blutuntersuchungen die gesetzliche Krankenkasse nicht zahlt, sollte man es sich selbst Wert sein. Ein Auto kommt schließlich auch zum Check. Ist Ihr Körper Ihnen weniger wichtig?

 

Die Grippe-Welle

Somit werde ich weiterhin auf eine ausreichende Mikronährstoffversorgung bei mir achten. Und gerade im Winter wird auch auf Vitamin D ein größeres Augenmerk gerichtet.
Der Bezug zur aktuellen Grippewelle, die Frankreich gerade komplett überrollt und auch in (Nord)Deutschland für ein massives Husten, Schniefen und Bettlägrigkeit sorgt sei ebenso mit PRÄVENTION unterstrichen. Wer sein (Immun)system rechtzeitig mit allem versorgt was es braucht, sich gesund, also vitalstoffreich, ernährt, täglich 20 Minuten an der frischen Lust verbringt, für ausreichend Schlaf sorgt, genug trinkt und ein bißchen seine Mikronährstoffversorgung im Hinterkopf hat…. Der hat eiiiiigentlich auch nichts zu befürchten.
Blutkontrollen sehe ich bei mir selbst als sinnvolle Vorbeugung vor sich einschleichenden Krankheitsprozessen. Hab ich keine Zeit für und keine Lust drauf. ;-)

immunsystem, erkältung

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Nochmals zum gestrigen Tagesablauf: Abends dann um 20.15 im NDR „Visite“. DIE Gesundheitssendung, meist schulmedizinisch orientiert, aber grundsätzlich gute, informierende Beiträge.
Es fing an mit ein paar Sätzen zum Thema Grippewelle….O-Ton: „Experten vermuten, dass der diesjährige Impfstoff nicht ganz so gut wirkt, wie erwartet.“ Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich laut los lachen. Schade, dass es immer noch nicht angekommen ist, dass ein vernünftiger Lebenstil, eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C, Zink usw. , Händewaschen ect. mehr Prävention bietet, als ein in der Vorsaison zusammengemanschter Virencocktail, der eveeeentuell im nächsten Winter zu Grippe führen könnte. Sich sowas ohne genau abzuwägen und sich allem Für- und Wider bewußt zu sein jährlich in den Körper jagen zu lassen, ist mir ein Rätsel. Aber die Pharmaindustrie freut sich über die lemmingsartige Mentalität der Bürger.
Ein wenig Kopfschütteln, während ich zu meinen Cistus-Lutschtabletten griff,  konnte ich mir also nicht verkneifen.

Danach war ich des Lobes voll, denn ein wenig genauer aber zumindest aufmerksam machender Bericht über Vitamin D folgte: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Vitamin-D-Mangel-in-der-dunklen-Jahreszeit,vitamindmangel101.html    Das was bei der „Testgruppe“ im ausgestrahlten Bericht heraus kam: massive Unterversorgung an Vitamin D, kann ich wie gesagt nur bestätigen. Auch hier, waren einige Teilnehmer verblüfft, „da sie doch viel draussen sind“, Ihnen noch nie ein Mediziner etwas von einem eventuellen Mangel erzählt hat u.ä..

Der Abend verlief dann noch „Dr. House-mäßig“ weiter bei mir. Beim Erstellen eines Therapieplanes bin ich auf ärztlichen Voruntersuchungen bei einem meiner Patienten auf schier Unglaubliches gestoßen. Auch ein direkter Zusammenhang mit Vitamin D. Aber dies folgt, wenn die Zustimung des Patienten erfolgt – wahrscheinlich sehr bald- in einem weiteren Blog. Wenn das passiert, was ich ahne, werden Patient und ich bald sehr glücklich sein… Fortsetzung folgt. :)

Kommen Sie gesund durch die kalte Jahreszeit und beherzigen Sie hoffentlich ein wenig meine Worte!