Schröpfen und Gua Sha sind zwei wunderbare, einfache Methoden, die bei Erkältung angewandt werden können.

Der Sommer scheint sich dem Ende zu neigen, oder wer weiß, vielleicht folgen nochmal ein paar schönere Sonnenstunden… Fakt ist, die kühleren Tage nehmen zu und gerade hier in Hamburg, wird uns der Wind wieder frischer um die Nase wehen. Die Wintersachen wurden noch nicht bei Jedem aus den Tiefen der Schränke geholt und so niest und schnieft es dieser Tage wieder um einen herum: ob Kollegen, Freunde, Familie… die Ansteckungsgefahr ist für fast alle erhöht, weil fast  Jeder jemanden um sich hat, den eine Erkältung „erwischt“ hat.

Neben den üblichen Sachen wie viel Schlaf, Tee trinken, Vitamine in Form von frischem Obst zu sich zu nehmen, möchte ich hier heute noch einmal das Schröpfen ins Gedächtnis rufen. Eine alte, einfache und wirkungsvolle Methode, unserem Körper auf vielfache Weise gut zu tun.

Wie funktioniert das Schröpfen und Gua Sha bei Erkältung?

schröpfen und gua sha bei erkältungDurch den Unterdruck, den ein aufgesetztes Glas auf der Haut erzeugt, wird die Durchblutung gesteigert, der Stoffwechsel im Gewebe angeregt, dieses besser mit Nährstoffen versorgt, aber auch Schlacken werden besser über Blut und Lymphe abtransportiert. Wenn sich eine Erkältung anbahnt, ist das Wei Qi besonders aktiv. Dieses, in der Traditionell Chinesischen Medizin benannte, sogenannte „Abwehr-Qi“ zirkuliert besonders an der Oberfläche des Körpers, um uns vor krank machenden Einflüssen zu schützen. Kälte, Nässe oder Wind, oft in Kombination, sind solch Pathogene, die man zum Beispiel mit Akupuktur eliminieren kann oder aber eben mit dem Schröpfen noch mehr an die Oberfläche holt und ausleitet.

Dieses hört sich für westliche Ohren oft alles sehr verstörend an. Hier also die vereinfachte, „westliche“ Erklärung, warum dies funktioniert: Durch den Unterdruck tritt Blut zum Teil aus den Gefäßen- wo es ja eigentlich hingehört- aus, ein blauer Fleck entsteht. Das Blut ist im Gewebe, wo es so nicht hingehört, die Blutkörperchen zerfallen, Fresszellen, die sogenannten Makrophagen,  werden aktiviert, um „aufzuräumen“. Diese Aktivierung der Fresszellen und die dadurch enstandene Aktivität stimuliert lokal und systemisch das ganze Immunsystem, welches so auch andernorts schneller und aktiver ist und einen aufkommenden Infekt schneller abwehrt oder einen bereits bestehenden schneller abklingen lassen kann.

Schröpfen haben die meisten Menschen schon einmal gehört, da es auch in Europa schon seit Jahrhunderten angewandt wird. Gua Sha hingegen ist vielen unbekannt. Es bedeutet soviel wie „das Kranke (den Wind) heraus Schaben“. Es wirkt hier das gleiche prinzip wie beim Schröpfen, nur das statt mit Unterdruck mit Reibung gearbeitet wird.

Beides ist sehr angenehm und nicht wie man vermuten könnte schmerzhaft! Die eventuell entstehenden blauen Flecken verschwinden in den nächsten Tagen komplett.

Probieren Sie es doch einfach mal aus!  Nutzen Sie die schönen Methoden Schröpfen und Gua Sha bei Erkältung- ODER  für sich als vorbeugende Massnahme!

Kommen Sie gut durch den Herbst & Winter!

Hier die beiden Techniken in visueller Form: