Menstruationsbeschwerden sind im Leben einer Frau (leider) fast schon eine Selbstverständlichkeit. Im Alter von circa 12-50 Jahren bekommen Frauen ihre monatliche Regelblutung. Dies ist von Mutter Natur so eingerichtet um eine Fortpflanzung und damit Arterhaltung zu sichern. Soweit so gut. Nur, dass die Menstruation eigentlich ein Geschehen ist, von dem wir als Frau nicht viel mehr als das aufzufangene Blut mitbekommen sollten. Leider ist die Menstruation durch allerlei Umstände aber oftmals durch viele weitere unschöne Dinge begleitet. Menstruationsbeschwerden äußern sich von z.T. sehr schmerzhaften Spannungen in den Brüsten, meist schon vor der beginnenden Periode, über Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Übelkeit bis hin zu meist krampfartigen Unterleibsschmerzen. Für manch eine Frau wird das zur monatlichen Qual. Einige sind gar für ein paar Tage regelrecht ausser Gefecht gesetzt. Aber auch nur ein, zwei Tage mit derlei leichten Beschwerden werden oftmals schon als normal angesehen. „Das ist schon immer so.“ o.ä. sind Kommentare, die man immer wieder vernimmt. Allerdings sollte es nicht so sein!! Das haben viele Frauen nur leider schon vergessen oder einfach verdrängt, weil sie sich eine schmerzlos ablaufende Regelblutung gar nicht mehr vorstellen können.  Hier möchte ich ganz entschieden wach rütteln:

regelschmerzen

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Menstruationsbeschwerden müssen nicht sein und sind keinesfalls  als „normal“ hinzunehmen!

Finden Sie wieder ins (schmerzlose) Gleichgewicht!

Akupunktur, Pflanzenheilkunde, Homöopathie, Aku-Taping, Ohrakupunktur können z.B. dabei helfen. Im Sinne der Naturheilkunde geht man hier wieder von der ganzheitlichen Sicht der Dinge aus. Die Wirkansätze sind unterschiedlich, aber da wir alle Individuen sind und je nach Patientin geschaut wird, welche Therapie am besten passt, sind Pauschallösungen sowieso nicht möglich. Und das ist auch gut so.

Die Chinesische Medizin sieht Krankheit und damit auch Menstruationsbeschwerden immer als Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang an. Mit Hilfe einer Anamnese,  der Ansicht der Zunge und Fühlen des Pulses der Patientin wird eine Diagnose gestellt. Oft ist es die sogenannte Leber-Qi-Stagnation, die den freien Fluss von Blut behindert, so zu klumpigem, dunkeln Mens-Blut und Schmerzen führt.  So gilt es also bei der Akupunktur, diese Stagnation (Blockade) aufzulösen und deren Ursache, meist ein Defizit in anderen Bereichen, zu finden und zu behandeln.

Beim Aku-Taping wird meist der Bewegungsapparat behandelt. So kann es nach Sportverletzungen u.ä. angewandt. Aber auch bei Regelschmerzen kann man ein Tape auf Meridiane (Akupunkturpunkte liegen auf sog. Meridianen) des Unterleibes kleben. Die sanfte Massage bei jeder Bewegung bringt meist eine Erleichterung- wie natürlich auch die altbekannte Wärmflasche.

Ganz anders wirken pflanzliche Präparate: Sie zielen meist auf den weiblichen Hormonhaushalt ab und regulieren z.B. die Ausschüttung bestimmter Hormone im Gehirn. Oder- die gute alte Kräuterheilkunde- das Gänsefingerkraut enthält beispielsweise entkrampfende Wirkstoffe. Kleiner Tipp am Rande: Lassen Sie sich doch mal bei einer Kräuterwanderung, die Heilkräfte der Natur vor Augen führen.

 

Ein homöopathisches Mittel kann erst nach ausführlicher Befragung der Modalitäten (Art & Weise, Bedingungen der Beschwerden ect.) individuell für jede Patientin heraus gesucht werden. Auch hier spielt natürlich der ganzheitliche Ansatz des Therapieverfahrens eine entscheidene Rolle, gerade wenn ein Konstitutionsmittel (ein passendes Mittel für einen Patienten zu einem bestimmten Zeitpunkt/spanne) statt einem Komplexmittel (verschiedene  Mittel in Einem- deckt viele Symptome ab) verabreicht wird.

Die Naturheilkunde kann helfen, wo eine Störung (im Gleichgewicht) vorliegt. Diese ist bei Menstruationsbeschwerden ganz eindeutig der Fall. Monatliches Leiden muss nicht sein!