Bei Achillessehnenschmerzen wird die Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht (LNB) oft und gerne durchgeführt. Diese Schmerzen entstehen hier meist durch Reizungen oder immer wiederkehrende (kleine) Entzündungen an der Achillessehne. Dieses ist beispielsweise bei Läufern oder Fussballern vielfach bedingt durch eine (unbewusst) kurztrainierte Wadenmuskulatur. Hier müssen also rundum die Strukturen des Beines beachtet werden, um eine nachhaltige Linderung und Schmerzfreiheit erzielen zu können. Auch der Patient selbst trägt – wie immer- aktiv zur fortwährenden Besserung der Beschwerden beziehungsweise anhaltenden Schmerzfreiheit bei.

achillessehnenschmerzen

Kombination von Blutegeltherapie und LNB bei Achillessehnenschmerzen

Ich führe bei verschiedenen Schmerzbildern seit einigen Jahren 2 Therapien in nacheinanderfolgender Kombination erfoldreich ein. So hat sich bei Schmerzsyndromen an den oberen Extremitäten und bei Achillessehnenschmerzen folgendes bewährt:

blutegel

© Dörte Schönfeld, Stern

Erst eine Blutegeltherapie , welche etwaigigen (Mikro)Entzündungen zu Leibe rückt und durch die vermehrte Durchblutung den Stoffwechsel im betroffenen Gebiet fördert. Nachfolgend dann, nach vollständiger Abheilung der kleinen Bisse und eventuell zusätzlicher oraler Gabe  von Enzymen, die LNB Therapie und Übungen.
So wird vermieden, dass man auf eventuell vorhandene Entzündungen „gearbeitet“ wird und die Heilungsprozesse des Körpers werden optimal unterstützt.
Anwendung findet diese Kombination bei mir in der Praxis ausser bei Achhillessehnenschmerzen oft noch bei der Daumengrundgelenksarthrose, Entzündungen am Ellenbogen, ggf. Karpaltunnelsyndrom, Schnappdaumen, Schulterbeschwerden.

 

Wie läuft die Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht bei Achillessehnenschmerzen ab?

Nach Schmerzanamnese, Untersuchung und genauem Festhalten der Bewegungseinschränkung und der Intensität des Schmerzes, wird eine sogenannte Osteopressur vom Therapeuten durchgeführt. Diese nennt sich so, weil die LnB Therapie an der Knochenstruktur (Os) arbeitet. Durch starke Reizsetzung wird über die Schaltung zum Gehirn und wieder zurück zu den Strukturen- in diesem Fall die beteiligten Strukturen der Achillessehne- eine Entspannung des Gewebes provoziert. Dadurch kann  der Patient eine sofortige Schmerzreduktion erfahren, die nicht selten 50-90 Prozent beträgt.
Um dieses Ergebnis zu halten beziehungsweise noch zu verbessern, werden mit dem Patienten in der Praxis 1-3 Übungen gemacht, die er als tägliche “Hausaufgaben” mit nach Hause bekommt.

Wenn das Problem akut war, ist oft schon nach einer Behandlung ausreichend geholfen worden und der Patient kann den Alltag oder seinen Sport wieder schmerzfrei bewältigen. Wenn es ein schon länger andauerndes Problem mit der (den) Achillessehne gab, schaut man individuell, wieviel in der ersten Behandlung erreicht wurde. Es wird nach ein paar Tagen selbstständigen Übens zu Hause Rücksprache mit dem Patienten gehalten oder gleich ein zweiter Termin im Abstand von circa einer Woche vereinbart. Durch erneute Stimulation, eventueller Korrektur der Übungen und gegebenenfalls Mitgabe zusätzlicher Übungen wird dem Ziel der Schmerzfreiheit weiter entgegengegangen.
Hier auch ein interessanter Artikel zum Thema: “Vielfalt für’s Joggen” von Frau Dr. med. Petra Bracht.